Zuerst das
Ist ein kleines Kind allein in der Wohnung, liegt jemand hilflos hinter der Tür oder läuft der Herd? Dann rufen Sie sofort die 112. Bei Gefahr ist die Feuerwehr der richtige Weg.
Vier Dinge, die Sie zuerst prüfen
Die meisten Türen fallen im Alltag zu: beim Müll rausbringen, beim Paket annehmen, weil im Treppenhaus Durchzug herrscht. Bevor Sie jemanden anrufen, der Geld kostet, nehmen Sie sich zwei Minuten.
- Wer hat noch einen Schlüssel? Partner, Eltern, Nachbarn, Vermieter oder Hausmeister. Ein Anruf dort ist immer der günstigste Weg.
- Ist sie wirklich nur zugefallen? Wenn die Tür hinter Ihnen ins Schloss gefallen ist und niemand den Schlüssel gedreht hat, ja. Wurde abgeschlossen, ist es ein anderer Fall.
- Gibt es einen zweiten Weg hinein? Eine Terrassentür oder ein Kellereingang, für den Sie einen Schlüssel haben. Eine gekippte Balkontür im ersten Stock zählt nicht.
- Haben Sie Ihr Handy dabei? Wenn nicht, klingeln Sie bei den Nachbarn. Die meisten helfen gern, wenn man kurz telefonieren muss.
Was im Film klappt und an Ihrer Tür nicht
Im Netz gibt es viele Anleitungen. Die meisten kosten am Ende mehr, als sie sparen, weil aus einer heilen Tür eine beschädigte wird.
- Plastikkarte: An einer modernen Tür mit Falz und Dichtung kommen Sie damit kaum an die Falle. Dafür verkratzen Sie Lack und Dichtung, und die Karte bricht schnell ab.
- Schraubendreher oder Stemmeisen: Damit beschädigen Sie Rahmen, Schließblech oder Türblatt. Das ist in jedem Fall teurer als das Öffnen.
- Drauf treten oder dagegen werfen: Das verletzt eher Sie als die Tür.
- Den ersten Treffer anrufen, ohne nach dem Preis zu fragen: Wer in der Hektik keinen Betrag hört, sieht ihn erst auf der Rechnung.
So läuft die Öffnung bei mir ab
Am Telefon frage ich nach Ort, Tür und ob sie zugefallen oder abgeschlossen ist. Daraus ergibt sich der Preis, den Sie vorab hören. Erst wenn Sie zustimmen, fahre ich los.
Bei der Ankunft zeige ich meinen Ausweis, und Sie zeigen mir, dass Sie dort wohnen. Liegt Ihr Ausweis in der Wohnung, zeigen Sie ihn mir direkt nach dem Öffnen. Wer das nicht verlangt, öffnet auch die Tür des Nachbarn.
Eine zugefallene Wohnungstür bekomme ich in aller Regel ohne Beschädigung auf. Sollte das im Einzelfall nicht gehen, sage ich es vorher und Sie entscheiden. Bezahlt wird danach, bar oder mit Karte, mit ordentlicher Rechnung.
Damit Sie nicht noch einmal davor stehen
- Geben Sie einen Zweitschlüssel jemandem, der in der Nähe wohnt und dem Sie vertrauen.
- Legen Sie keinen Schlüssel unter die Fußmatte oder in den Blumentopf. Dort sucht jeder zuerst.
- Gewöhnen Sie sich an einen festen Griff zur Hosentasche, bevor die Tür ins Schloss geht. Es klingt banal, es hilft trotzdem.
- Speichern Sie die Nummer eines Schlüsseldienstes aus Ihrer Nähe, solange Sie noch in Ruhe vergleichen können.