Der Test mit der offenen Tür
Machen Sie die Tür auf und drehen Sie den Schlüssel in beide Richtungen, sodass der Riegel aus- und einfährt. Läuft das leicht, ist das Schloss in Ordnung. Dann schließen Sie die Tür und versuchen es noch einmal.
Wird es nur bei geschlossener Tür schwer, drückt die Tür auf den Riegel. Der trifft nicht mehr sauber in das Schließblech. Geht es auch bei offener Tür schwer, liegt der Fehler im Zylinder, im Schloss oder am Schlüssel selbst.
Probieren Sie dann noch den Zweitschlüssel. Läuft er leicht, ist nur Ihr Alltagsschlüssel abgenutzt, und ein neuer vom Original löst die Sache.
Wenn die Tür hängt
Türen hängen sich mit den Jahren ab. Die Bänder geben nach, das Haus arbeitet, und bei Hitze oder Feuchtigkeit verändert sich das Maß. Typische Zeichen sind eine Tür, die am Boden schleift, ein Riegel, den Sie nur mit Ziehen oder Drücken zubekommen, und eine Tür, die im Sommer anders schließt als im Winter.
Hier wird die Tür neu eingestellt oder das Schließblech angepasst. Am Zylinder ändert das nichts, und einen neuen brauchen Sie dafür nicht. Das ist selten ein Fall für den Notdienst und meistens ein Termin am Nachmittag.
Wenn der Zylinder schwergängig ist
Staub, Abrieb und Feuchtigkeit setzen sich im Zylinder fest. Das sieht man von außen nicht, man merkt es am Schlüssel, der hakt oder nicht bis zum Anschlag geht. Auch ein Zylinder, der viele Jahre im Einsatz war, nutzt sich ab.
Für die Pflege nehmen Sie Schlossspray oder Graphit aus dem Fachhandel, sehr sparsam. Ein kurzer Sprühstoß reicht, danach den Schlüssel ein paarmal drehen und abwischen. Hilft das nicht, sollte der Zylinder getauscht werden. Das dauert bei einer normalen Wohnungstür eine knappe halbe Stunde.
Die drei häufigsten Fehler
- Haushaltsöl oder Kriechöl ins Schloss. Das wirkt kurz, dann verharzt es, bindet Staub, und der Zylinder wird schlechter als vorher.
- Mit Kraft drehen oder mit der Zange nachhelfen. So bricht der Schlüssel ab, und aus einem Termin am Nachmittag wird ein Notfall.
- Warten, bis gar nichts mehr geht. Ein klemmendes Schloss wird nicht von selbst besser und gibt meist dann auf, wenn es am wenigsten passt.
Frost im Winter
Geht ein Schloss im Außenbereich bei Minusgraden nicht mehr, ist oft Feuchtigkeit darin gefroren. Ein Schlossenteiser löst das in der Regel. Gießen Sie kein heißes Wasser darüber, es friert danach umso fester.
Wenn die Tür gar nicht mehr aufgeht
Lässt sich der Schlüssel nicht mehr drehen und Sie stehen draußen, ist es ein Notfall wie jeder andere. Rufen Sie an und beschreiben Sie, was das Schloss macht. Den Preis hören Sie, bevor ich losfahre.